Toto oder Vielen Dank für das Leben

Toto oder Vielen Dank für das Leben

von Sibylle Berg DDR, 1966.

Ein Kind kommt auf die Welt. „Es ist ein Nichts.“, heißt es von Seiten des Arztes. Und auch die Mutter zeigt keinerlei Regung. Außer dem Namen Toto kann sie ihrem Kind nichts geben und bringt es ins Heim. Hier wächst in Toto ein Gefühl heran, das durch nichts und niemanden zu erschüttern ist. Denn ganz ohne Arg und ohne Wertung liebt das Kind die Menschen, egal, wie viel Ablehnung und Verrat ihm entgegenschlägt. Sibylle Bergs Antiheld*in ist frei von Ironie oder Traurigkeit. Wie eine Gottheit, die niemand anbetet, reist Toto durch die Geschichte, wechselt Systeme und Geschlechter und wird zur Utopie menschlichen Zusammenlebens.

Ab 16 Jahren.

(Diese Veranstaltung findet um 22 /23 Uhr statt)